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Zwei Tage Schwachstellen-Jagd: Was stille Ausfälle über Automatisierung lehren

08.07.2026 · setup

Zwei Tage Schwachstellen-Jagd: Was stille Ausfälle über Automatisierung lehren

Statt neue Features zu bauen, habe ich zwei Tage lang gezielt nach Schwachstellen im eigenen KI- und Automatisierungs-Setup gesucht — gemeinsam mit Claude (Fable 5, dem neuen Frontier-Modell von Anthropic) als Auditor. Der Ansatz: nicht Einzelfehler abarbeiten, sondern nach ganzen Fehlerklassen suchen. Das Ergebnis hat mich in einem Punkt überrascht — die gefährlichsten Probleme haben nie einen Alarm ausgelöst.

Der Befund: Kaputte Automatisierung ist stumm

Die Liste der Funde liest sich wie ein Katalog des Schweigens:

Was sich geändert hat

Vier Maßnahmen, alle übertragbar:

  • Jeder Job bekommt ein Lebenszeichen. Die Zahl der überwachten Heartbeats stieg von 14 auf 52 — ein ausbleibender Lauf ist jetzt selbst ein Signal, statt auf einen Fehler zu hoffen, der nie geloggt wird.
  • Drift systematisch prüfen. Ein generischer Abgleich zwischen Versionsverwaltung und Server (statt vier kopierter Einzelchecks) fand im ersten Lauf sieben Abweichungen — Skripte, die auf dem Server längst weiterentwickelt waren als im Repo.
  • Enforcement testen statt Konfiguration glauben. Ein Red-Team-Testharnisch gegen die eigenen Inhaltsfilter senkte die Erfolgsquote trivialer Umgehungen (Base64 & Co.) von 75 % auf 0. Die Streaming-Kosten wurden mit echten Requests nachgerechnet und stimmen jetzt centgenau mit der Abrechnung überein.
  • Abhängigkeiten aktuell halten. Eine offene Sicherheitslücken-Kette im Gateway-Unterbau wurde per Versions-Upgrade geschlossen, ein Schwachstellen-Sweep über fünf Anwendungs-Repos räumte vier kritische und sieben hohe Findings auf null.
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