Projekt-Dokumentation vollstaendig nachgezogen
Nach Wochen schneller Iterationen an meinem KI-Setup hatte sich ein massiver Rückstau an unstrukturierter Dokumentation gebildet. Um diese "Dokumentations-Schuld" aufzulösen, ohne Stunden mit Schreiben zu verbringen, habe ich meinen Prozess umgestellt und ein LLM als Strukturierungs-Engine genutzt.
Brain-Dump und KI-Synthese
Anstatt vor einem leeren Dokument Sätze auszuformulieren, trenne ich nun das Denken vom Schreiben. In einer kurzen "Brain-Dump"-Phase notiere ich völlig unstrukturiert Stichpunkte: Welche Tools habe ich getestet? Warum hat Ansatz A nicht funktioniert? Welche Parameter nutze ich jetzt?
Diese rohen Notizen übergebe ich dann an das LLM. Der Schlüssel ist ein präziser Prompt, der meine gewünschte Wissensdatenbank-Struktur erzwingt:
"Du bist ein erfahrener Technical Product Manager. Erstelle aus den Notizen eine saubere Dokumentation in diesem Format: 1. Kontext & Zielsetzung, 2. System-Übersicht, 3. Decision Log, 4. Offene Punkte. Bleibe präzise, nutze Bulletpoints und vermeide Marketing-Sprache."
Das Modell ordnet das Chaos erstaunlich gut und versteht beispielsweise selbstständig, dass ein verworfener Testlauf in das "Decision Log" gehört. Anschließend brauche ich nur noch wenige Minuten für den menschlichen Feinschliff und die Ablage.
Übertragbare Erkenntnisse
KI nimmt uns bei der Dokumentation nicht das Denken ab, sondern die Reibung des Formulierens. Für den eigenen Alltag bedeutet das:
* Trenne Denken vom Formulieren: Sammle bei Projektentscheidungen nur noch rohe Bulletpoints. Verschwende keine Zeit mit perfekten Sätzen. * Baue eine Doc-Pipeline: Gieße deine ideale Dokumentationsstruktur in einen festen System-Prompt und speichere ihn als wiederverwendbares Snippet für zukünftige Notizen ab.