Claude Code Skills als Ordner-Skills
Lange Zeit habe ich meine Workflows für Claude Code als einfache Markdown-Dateien mit Prompts angelegt, bis diese zu komplex und fehleranfällig wurden. Die Lösung lieferte eine simple Erkenntnis eines Anthropic-Entwicklers: "Skills are folders, not just markdown files."
Skills als Ordner-Struktur
Anstatt alles inklusive Kontext, Formatvorlagen und Ausnahmeregeln in einen unübersichtlichen Megaprompt zu packen, ist jeder Skill nun ein eigenes Verzeichnis. Ein Standard-Skill in meinem Setup besteht jetzt aus drei Elementen:
* instructions.md: Die schlanke Hauptdatei für die Kernaufgabe.
* gotchas.md: Ein iteratives Fehlergedächtnis für die KI.
* templates/ oder data/: Unterordner für Formatvorlagen oder Kontext-Historie.
Das wertvollste Element ist die gotchas.md. Laut Anthropic hat diese Datei für die KI den höchsten Signalwert. Hier dokumentiere ich nicht die Aufgabe selbst, sondern halte echte, vergangene Fehler fest, damit sie sich nicht wiederholen.
Konkrete Beispiele aus der Praxis
Ich habe dieses Prinzip auf meine wichtigsten Befehle angewendet:
* /sumup (Dokumentation): Die Hauptanweisung bleibt extrem schlank. Formatvorlagen liegen separat in templates/, während die gotchas.md der KI genau vorgibt, wie sie mit Pfaden in meiner Wissensdatenbank umgehen muss.
* /linkedin (Content Creation): Die gotchas.md definiert strikte Leitplanken ("Kein Marketing-Sprech"). Zusätzlich speichert die KI im Ordner data/posts.log eine Historie der letzten Beiträge, um inhaltliche Wiederholungen zu vermeiden.
* /sync (Datenabgleich): Die gotchas.md fungiert hier als technischer Lebensretter. Sie dokumentiert Speicherlimits und Besonderheiten meiner Container-Infrastruktur, sodass der Prozess nicht mehr unerwartet abbricht.
Diese Ordner-Struktur lässt sich auf alle KI-Tools übertragen, die lokale Dateien lesen können (wie Claude Code oder Cursor). Wenn ein Prompt unübersichtlich wird: Teile ihn in Kernaufgabe, Vorlagen und ein dediziertes Fehlergedächtnis auf.